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Kampfgrundlagen



Zuletzt bearbeitet vor 1 Woche

Voraussetzung: Grundausbildung

Thema: Schützenverhalten in Bewegungs- und Kampfsituationen

Ziel: Der Teilnehmer versteht gängige Kampfsituationen und Bewegungsmuster. Er kann die ihm in diesen Situationen angetragenen Befehle umsetzen.

Durchführung: Die Ausbildung wird gänzlich im Spiel abgehalten, wobei die praktische Übung direkt auf der Erklärung folgt. ACRE wird während der gesamten Ausbildung verwendet.

Zeitansatz: 3,5 h

Ausbilder: Mattox

Stand: 03.04.2026

 

1. Formationen

1.1 Funktionen und Sicherungsbereiche

Formationen tragen maßgeblich zur Organisation und Strukturierung eines Teams bei.
Sie sorgen nebenbei für eine Rundumsicherung in der Bewegung und sind meistens so aufgestellt, dass eine Entfaltung in andere Formation z.B. der beiden Fireteams in einem Squad möglich ist.

Funktionen in einer Formation, die nicht unbedingt an eine Slotrolle gebunden sind, sind unter anderem:

  • Vorraustrupp (Auge)
  • Luftraumbeobachter
  • Rücksicherung
  • Melder (Funker)

 

 

1.2 Kolonne / Column

 


Feindkontakt unwahrscheinlich.
Die Kolonne ist die Reiseformation, da sie für die einzelnen Soldaten in der Bewegung leicht umzusetzen ist.
Der Squadleader oder eine Person, die den Weg kennt, geht voraus und alle Soldaten hinterher.
Bei bewaffneten Fahrzeugen in einer Kolonne werden Sicherungsrichtungen zugewiesen.
Bei Infanteriekolonnen ist dies nicht notwendig, da jeder Soldat sich stets umschaut und auf seine Umgebung achtet.
Eine sehr enge Kolonne, wie sie zum Beispiel im Wald gebraucht werden könnte, wird auf Englisch "File" genannt.

 

1.3 Gestaffelte Kolonne (links/rechts) / Staggered Column (left/right)

 


Feindkontakt möglich.
Bei der gestaffelten Kolonne werden praktisch zwei Kolonnen gebildet, wobei die zweite Kolonne leicht nach hinten und seitlich versetzt von der ersten geht.
Es kann hierbei nach links und rechts gestaffelt werden.
Bei der Bewegung auf einer Straße geht die gestaffelte Kolonne am besten jeweils am linken und rechten Straßenrand.
Die gestaffelte Kolonne bietet ein wesentlich einfacheres Umgliedern in andere Formationen wie Keil oder Linie.
Dafür geht idealer Weise ein Fireteam links und ein Fireteam rechts in der gestaffelten Kolonne.

 

1.4 Keil / Wedge

 


Feindkontakt wahrscheinlich, Feindrichtung unbekannt.
Der Squadleader oder eine Person, die den Weg kennt, geht voraus und jeweils links und rechts stellt sich im 45° Winkel ein Fireteam auf.
In der Bewegung hat das linke Fireteam auch die Augen nach links offen und das rechte Fireteam entsprechend nach rechts.
Durch diese Formation kann schnell auf Feindkontakt in einem 180° Winkel vor der Formation reagiert werden.
Bei Feindkontakt von vorne kann die Formation zur Linie aufgehen.
Bei Feindkontakt von der Seite kann das dem Feind zugewandte Fireteam das Feuer erwidern, während das abgewandte Fireteam entweder zur Linie aufklappt oder den Feind umschlägt.
Es wird empfohlen, die Automatic Rifleman ganz außen in der Formation zu haben, damit ein schwerer Beschuss aus einem möglichst großen Winkel erfolgen kann, um dem Feind die Möglichkeit zur Deckung und Bewegung zu nehmen.

 

1.5 Taktische Kolonne / Tactical Column

 


Feindkontakt wahrscheinlich, Feindrichtung unbekannt.
Bei der taktischen Kolonne gehen mehrere Keile hintereinander.
In Squadgröße bilden die Fireteams die Keile, die hintereinander gehen.
Der Squadleader geht zwischen den Keilen, kann sich aber auch einem Keil angliedern.
Die taktische Kolonne bietet ähnliche Vorteile wie der Keil, wobei das erste Fireteam bei Feindkontakt das Feuer erwidert und das zweite Fireteam immer als umschlagendes Element gedacht ist.
Dies bedeutet, wenn ein Squad über ein Sturm- und ein Sicherungselement verfügt, dann geht tatsächlich das Sicherungselement vor.
Die taktische Kolonne in Squadgröße wird bei einem Gelände mit häufig wechselnden Sichtweiten oder als Teil einer größeren Formation angewandt.

 

1.6 Staffel (links/rechts) / Echelon (left/right)

 


Feindkontakt wahrscheinlich, Feindrichtung beschränkt.
In einer Staffel reihen sich die Soldaten in einem 45° Winkel zur Bewegungsrichtung auf.
Es kann links und rechts gestaffelt werden.
Die Staffel wird angewandt, wenn der Feindkontakt nur aus der Richtung, in die gestaffelt wird, zu erwarten ist.
Dies kann mehrere Gründe haben:
Entweder ist die Angriffsmöglichkeit des Feindes durch das Gelände, wie zum Beispiel eine Klippe oder eine Küste, beschränkt oder die Staffel wird als Teil einer größeren Formation angewandt und die anderen Richtungen sind von anderen Elementen abgedeckt.

 

1.7 Linie / Line

 


Feindkontakt wahrscheinlich, Feindrichtung bekannt.
In dieser Formation stehen die Soldaten direkt nebeneinander mit der Blickrichtung nach vorne. Diese Formation wird angewandt, wenn Feindkontakt nur direkt von vorne auftreten kann, denn der Wirkungsbereich ist in einem ungefähr 90° Winkel. Auch hier werden möglichst die Automatic Rifleman an den Enden der Formation platziert.

 

2. Bewegung in Formationen

 

Mehrere Strukturierungen sind möglich, eine Feste Aufteilung z.B. ein Fireteam Rechts und eines Links.
Eins Vorne, eins Hinten oder das ganze Squad wird nach Zahlen aufgeteilt, die gleichzeitig die Marschreihenfolge angeben oder die Aufteilung wird hierbei einfach befohlen.

Nach dem Halt stehen nicht einfach alle Einzelschützen auf und stellen sich in der Formation auf, sie verlassen nach und nach ihre Position und gliedern sich aus der Bewegung wieder in die laufende Formation ein.

Hierbei ist es hilfreich (wenn das System von der Führungskraft genutzt wird) seine Nummer laut anzusagen und demnach in dieser Reihenfolge loszugehen.
Um hierbei nicht über große Entfernungen schreien zu müssen läuft der Soldat mit der Nummer 1 zu der 2 und sagt dieser das er losgeht ... sozusagen im vorbeilaufen.
Alternativ kann das Squad die Nummern, die losgehen einmal an jeweils den Nebenmann weitergeben, so das die Lautstärke geringgehalten wird.
Alternativ kann auch der Funk genutzt werden.

3. Rundumsicherung

3.1 Kleines Kampfgespräch

Das kleine Kampfgespräch ist die Kommunikation unter den Einzelschützen und dient damit der Situational Awareness eines Jeden.
Lücken werden effektiv geschlossen, auf Ausfälle von Sichernden kann reagiert werden und Feindansprachen werden durch gemeinsam benannte Geländepunkte vereinfacht.

4. Deckungsarbeit

Bei der Deckungsarbeit kommt es fast wie immer auf den Grundsatz Wirkung vor Deckung an.
Es bringt nichts, wenn der Gegner euch nicht sieht, ihr aber auch nicht vor Feind warnen oder ggf. gar nicht wirken könnt


5. Überqueren von Freiflächen

Was sind Freiflächen?

Freiflächen sind Bereiche die über größere Distanz ungehindert einsehbar sind und durch fehlende Objekte oder Tarnung keine Deckung bieten.
Diese Eigenschaften machen sich Gegner wie eigene Kräfte zunutze und überwachen diese häufiger als andere Geländepunkte.
Neben der Überwachung durch einfache Posten sind Freiflächen auch aus der Luft gut einsehbar und damit umso gefährlicher.

Ziel beim überqueren von Freiflächen ist es so schnell wie möglich und ohne Pausen den Gefahrenbereich zu überqueren und schnell wieder zu verlassen.
Hierbei möchten wir es einem potenziellen Gegner so schwer wie möglich machen unsere Stärke zu identifizieren, einzelne Schwerpunktrollen bei uns auszumachen oder gar das Feuer auf uns zu eröffnen.

Hier gibt es mehrere Sprungverfahren die durch den Führer vor Ort befohlen werden.

5.1 Der geschlossene Sprung

Das gesamte Team geht auf eine Höhe bis in die letzte Deckung vor dem Sprung vor, die Äußeren verschaffen sich einen Einblick in die Freifläche.
Jeder macht sich fertig zum Sprung und meldet fertig an den jeweiligen Nebenmann, bis zur Führungskraft.
Dann befiehlt die Führungskraft den geschlossenen Sprung mit dem Ausruf: ,,Sprung auf, Marsch Marsch" und das gesamte Team setzt sich mit höchster Laufgeschwindigkeit, möglichst gleichzeitig in Bewegung.

 

5.2 Die Gasse

 

Das gesamte Team geht auf eine Höhe bis in die letzte Deckung vor dem Sprung vor, die Äußeren verschaffen sich einen Einblick in die Freifläche.
Dann springt ein Teil des Teams bzw. nur 2 oder mehrere Soldaten über die Freifläche um auf der anderen Seite ebenfalls eine Sicherung aufzubauen.
Nun können weitere Teams durch die entstandene Gasse durchspringen.

 

5.3 Gegenseitiges rausdrücken

 

Beim Durchqueren von Gebieten in denen es vermehr Gassen, Kreuzungen oder einfach Abbiegungen gibt, empfiehlt es sich oft, sich gegenseitig aus der Sicherung herauszudrücken.
Hier gibt es verschiedene Techniken, bei denen man nicht von richtig oder falsch reden kann.
Zweckmäßig ist, was Erfolg erzielt.

Variante 1:

Sichernder wird übersprungen, Zweiter sichert auf der gegenüberliegenden Seite, so das 2 Waffen in die Sicherungsrichtung zielen.
Alle Anderen können passieren.
Beide Sicherer schließen sich hinten an.

Variante 2:

Sichernder wird vom zweitem Mann rausgedrückt, überspringt die Gasse und sichert ebenfalls.
Zweiter wird von Drittem genauso rausgedrückt und übernimmt nach dem Sprung die Sicherung von 1.

Animation zu Variante 2:

 

6. Der Feuerüberfall

 

Ein Feuerüberfall hat den Zweck den Feind so überraschend wie möglich, in einer für mich vorteilhaften Position, zu überfallen. 

Das feindliche Team soll dabei möglichst stark geschwächt, im idealfall ganz vernichtet oder zumindest Schlüsselrollen kampfunfähig gemacht werden.
Schlüsselrollen sind z.B. Teamleader, Funker, MG, Panzerabwehrwaffen, ZF-Schützen oder auch Grenadiere.

Der Feuerüberfall soll nicht nur schlagartig passieren um den Feind in einer verwundbaren Position zu treffen, sondern auch möglichst koordiniert und synchron.
Dies hat den Zweck, dass der Feind nicht ausmachen kann, wie stark das ihn beschießende Team ist.
Auch die Richtung aus der geschossen wird kann je nach Gelände schwer auszumachen sein.
Wobei dies relativiert wird durch das übliche Vorgehen nach dem Feuerüberfall.
Hier heißt es, bei erkanntem und nicht bekämpftem Feind, dass der selbstständig geführte Feuerkampf weiter geführt wird, bis der Teamleader etwas anderes befiehlt.
Bei dem gesamten Ablauf kann es sinn machen das MG als "Schweigewaffe" zu befehlen, vorallem unter Gesichtspunkten der Geräuschtarnung sowie der Verschleierung.

Beispiel:

TL:
4 Feindliche Schützen 150 Meter südost.

Meine Absicht ist es, den Feind mit unserem Fireteam aus derzeitigen Stellungen, im geschlossenen Feuerüberfall auf Schuss zu vernichten, um eigene Aufklärung zu erschweren.

Dazu: Ziel, Verteilung von links nach rechts, fertig machen zum Feuerüberfall, Fertigmeldung von außen nach innen an mich.

*Schützen melden fertig, Teamleader startet Feuerüberfall durch einen Schuss*

7. Offensive und Defensive Bewegungsarten im Squad

7.1 Echolon Displacement

Echolon Discplacement oder raupenartig beschreibt das Vorgehen zweier Elemente zueinander, indem sich eines der Beiden vorschiebt und das hintere jeweils wieder ranzieht (Schulterschluss herstellt).
So wird gewährleistet, dass das Führungselement stets bestimmt, wie weit gegangen wird. 
Bei beiden Sprungfolgen soll kein Team durch den Überwachungsbereich des Anderen springen und bei länger anhaltendem Feuerkampf müssen Alle auf einer Linie sein, was Koordination und Feuerkraft bestärken.
Vor allem ohne Funk oder in anderen Situationen, wie Ausfällen oder Lageänderungen, ist es hier einfach sich neu zu koordinieren.

 

7.2 Bounding Overwatch

 

Bei der Bounding Overwatch oder dem üpberschlagendem Vorgehen springt ein Team je an dem Anderen vorbei und legt damit eine doppelte Sprungdistanz zurück.
Geeignet um größere Distanzen zurückzulegen für einen schnellen Angriff oder ein zügiges Ausweichen.
Nachteil ist der hohe Koordinationsbedarf, vor allem ohne Funk ist dieser immens. 
Ein weiterer Nachteil ist, dass während des Sprungs eine blinde Stelle in der Sicherung auftritt, wenn das andere Team an einem vorbei springt, dann kann man dorthin nicht wirken.
Auch bei Ausfällen des hinten liegenden Teams müssen weite Distanzen übersprungen werden, um Hilfe zu gewährleisten.

 

8. Marching Fire

 

Marsching Fire ist ein Verfahren das genutzt wird, um beim fußläufigen Zurücklegen von Strecke eine Feuerüberlegenheit herzustellen, die für etwaige Feinde überwältigend ist.
Ziel ist es, den Feind in seine Deckung zu zwingen und eigene Ausfälle zu minimieren oder zu verhindern.
Angewandt wird Marsching Fire oftmals, wenn keine Deckung bis zum Feind vorhanden ist und es keine andere Möglichkeit gibt, den Feind aus seiner Stellung zu werfen.
Auch bei offensiven Flankenangriffen ist dies eine gute Möglichkeit, das liegende Deckungsfeuer durch eigenes Feuer aus der Flanke zu stärken.
Munitionsmanagement und Koordinierungsbedarf (Blutrauschgefahr) sind hier die Schwierigkeiten, was dieses Verfahren zu einem Rar gesäten Vorgehen machen sollte.

9. Peeling

Peeling ist das Abschälen von einem Team und damit das koordinierte Abfließen bzw. Ausweichen oder das Vorgehen bis zu einem durch den Teamleader gesetzten Geländepunkt.
Meist als Notverfahren genutzt, reagiert man hier ähnlich wie beim Marching Fire mit einer hohen Feuerkraft auf spontan auftretende Lagen.
Ein hohes Risiko ist hier, dass eine schlechte Koordinierung oder Ausfälle das Verfahren zum erliegen bringen können oder es zumindest stark verlangsamen, was im Teufelskreis zu weiteren Ausfällen oder Panik führt.
Viele Soldaten stehen meist sehr offen und schießen Magazin nach Magazin Deckungsfeuer, was dieses Notverfahren aufgrund der hohen Gefahr des scheiterns zu genau diesem macht.

9.1 Peeling links/rechts

Peelinks links oder rechts kann aus der  Kolonne oder einer gestaffelten Kolonne passieren bzw. der Linie.
Überall wo Soldaten wie eine Kette angeordnet sind, z.B. auch aus einem Stellungssystem heraus.
Wichtig ist, dass die größte Kampfbreite der Formation der Hauptfeindrichtung entgegen gewandt ist.
Wird hier ein Peeling befohlen geht der Letzte der jeweiligen Linie in die Ausweichrichtung los, klatscht dabei den jetzt letzten Mann ab und kommuniziert klar, dass dieser an der Reihe ist.
Gesprungen wird selbstverständlich auf der Feindabgewandten Seite der Formation.
Es wird sich mit etwas Abstand wieder auf der Deckungszugewandeten Seite also der Sprungzielseite angegliedert.
Abstände dürfen hierbei nicht zu groß oder zu klein gewählt werden.
Zu große Abstände sorgen dafür, dass die Sprungdistanzen der einzelnen Soldaten zu groß werden und die Soldaten in der Linie zu viel Munition verschießen, ohne dabei sich selbst zu bewegen.
Zu kurze Abstände sorgen für ein dichtes Zielbild für den Gegner, was auch Clusterziele erzeugt.
Außerdem wird das Verfahren unnötig in die Länge gezogen, was wieder zu einem hohen Munitionsverbrauch führt.
Ist jetzt besagtes Sprungziel oder die Deckung erreicht, wird der Teamleader an einer geeigneten Position eine Baseline ausrufen.
Meist mit Zusatzbefehl der Rundumsicherung.
Sollte dies nicht befohlen werden, bleibt die Baseline in der Formationslinie in Hauptfeindrichtung bestehen, um die bestehende Sicherung nicht aufzugeben.

 

9.2 Center Peel / Tunneln

 

Hierbei findet dieses mal keine seitliche Bewegung des Teams statt sondern eine Vor- oder Rückwärtsbewegung jeweils durch die eigene Formation durch.
Dabei stülpt sich das Team stehts selber um, in die jeweilige Bewegungsrichtung.
Dieses Verfahren startet fast ausschließlich aus der gestaffelten Kolonne, denkbar wäre jedoch auch ein sehr spitzer Keil in kanalisiertem Gelände.
Das Gelände ist für dieses Vorgehen so oder so Bedingung, meist angewandt in engen Gassen, da sonst fast nahezu jede andere Art des Ausweichens oder Entfaltens effektiver ist.

Wird ein Center Peel oder Tunneln befohlen wird beispielgebend beim Ausweichen nach hinten in einer gestaffelten Kolonne wie folgt vorgegangen:

Die beiden vorderen Soldaten eröffnen das Feuer, niemand sonst kann nach vorne schießen, jeder nimmt Deckung gehockt ein.
Während die beiden vorderen Soldaten schießen, verschieben sie sich in die Mitte der Formation, bis Schulterschluss hergestellt ist.
Ab diesem Zeitpunkt können oft die zwei unmittelbar dahinter befindlichen Soldaten ebenfalls das Feuer eröffnen, so das vier Waffen auf das Ziel gerichtet sind.
Sobald die beiden Soldaten die Mitte und damit den Schulterschluss erreicht haben, drehen sie sich nach innen um und laufen auf einer Höhe bis ans Ende der Formation und ein Stück darüber hinaus, um Meter zu machen.
Das ganze wiederholt sich mit jedem nächsten Buddyteam bis auch hier der Teamleader eine Baseline befiehlt, da keine Bewegungsrichtung außer hinten angegeben ist. Deshalb muss der Teamleader hierbei Baseline LINKS oder RECHTS befehlen, um das Team in die Deckung oder die neu zu beziehenden Stellungen zu lenken.

 

10.Stellungsbau

 

10.1 ASCHUFTDA

Beim Stellungsbau ist das Merkwort ASCHUFTDA ein hilfreiches Werkzeug, um stets alle wichtigen Punkte im Blick zu behalten.
Gerade für Führungskräfte ein Muss im Repertoire, denn Führungskräfte erkunden stets für ihr Team wo und wie Stellungen angelegt werden sollen, um aus diesen heraus eine maximal effektive Auftragserfüllung zu gewährleisten und den Einzelschützen zu entlasten.

A - Auftrag, Die Stellung muss so angelegt werden, dass der Auftrag aus dieser Stellung unbedingt erfüllt werden kann.

SCH - Schussfeld, Das Schussfeld muss geignet sein um den Auftrag zu erfüllen.

U - Untergrund, Der Untergrund muss geeignet sein lange, unverschrenkt, gut getarnt und geräuscharm eine Auftragserfüllung zu gewährleisten.

F - Feuerunterstützung, Kann mein Team oder meine schweren Waffen mich in dieser Stellung unterstützen? Werde ich überschossen oder wird an mir vorbeigeschossen? Bin ich sicher vor der Splitterwirkung eigenen Abwehrfeuers?

T - Tarnung, Wirkung vor Deckung, jedoch muss ich ggf. nicht wirken, wenn ich nicht aufgeklärt wurde. Hierbei auch die Tarnung aus der Luft beachten!

D - Deckung, Auch hier Wirkung vor Deckung, jedoch so viel Deckung wie möglich und so viel offenbaren wie nötig, um den Auftrag zu erfüllen.

A - An- und Abmarschwege, Hier zu beachten, dass eine möglichst ungesehene Annäherung möglich ist. Wege sind wenn möglich zu entknistern und so anzulegen, dass sie auch aus der Luft nicht gut aufklärbar sind. Hierbei sind z.B. Plattgefahrene Büsche zu vermeiden, und tiefe Geländepunkte wie Gräben zu nutzen.

(W) - Wechselstellung, Aschuftda wird, auch wenn nicht im Merkwort erwähnt, oft durch das W wie Wechselstellung ergänzt. Eine Stellung die bezogen wird, kann wenn die Auftragserfüllung durch äußere oder interne Umstände so wie Lageänderungen und Feinddruck nicht mehr gewährleistet werden.